Die fünf größten Photovoltaik-Irrtümer unter der econic Lupe

PHOTOVOLTAIK | SOLARSTROM | STROMSPEICHER

2021 deckte Solarenergie 9,1 % des Bruttostromverbrauchs in Deutschland. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 haben 2,2 Millionen Solaranlagen 10 % des in Deutschland produzierten Stroms erzeugt. 30,6 Milliarden kWh Solar-Strom wurden ins deutsche Stromnetz gespeist. Solarenergie spielt also eine relevante Rolle in der Energiewende.

In den vergangenen Monaten stieg die Nachfrage nach Solaranlagen durch die wirtschaftliche und politische Lage enorm – und obwohl sie so im Trend liegt, gibt es immer noch jede Menge Halbwissen und Mythen, die sich rund um die Photovoltaik-Anlage ranken.

Was sind die häufigsten PV-Irrtümer und was steckt dahinter?

  1. Solaranlagen lohnen sich nicht (mehr)
  2. Eine PV-Anlage lohnt sich nur bei viel Sonne und Süddach
  3. Die Herstellung der Solaranlage verbraucht mehr Energie als sie erzeugt
  4. Die Feuerwehr löscht Häuser mit Solaranlage nicht
  5. Für eine PV-Anlage muss ein Gewerbe angemeldet werden

1. Solaranlagen lohnen sich nicht (mehr)

Eine der häufigsten Annahmen ist, dass sich die Anschaffung von PV-Anlagen nicht (mehr) lohnt, da die Einspeisevergütung zu gering und die Amortisationszeit zu lang sei. Das entspricht nicht ganz der Wahrheit, denn:

Fokus auf Eigenverbrauch und Stromspeichern

Die Einspeisevergütung ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, das stimmt. Während sie 2004 bei 57,4 Cent und 2010 bei 39,14 Cent lag, liegt sie aktuell – je nach Anlagengröße – zwischen 7,1 Cent und 8,2 Cent. Daran sollte man jedoch nicht fest machen, ob sich eine Solaranlage “lohnt”. Statt auf der Einspeisevergütung, sollte der Fokus auf dem Eigenverbrauch liegen. Denn je mehr vom selbst produzierten Strom verbraucht wird, desto weniger muss aus dem Stromnetz bezogen werden. Um Strom auch in den sonnenarmen Stunden nutzen zu können, empfiehlt sich eine Kombination aus Solaranlage und Hausbatterie. Die Gründe hierfür haben wir hier schon einmal dargestellt.

Die Sonne: Eine unschlagbare Energiequelle

Zudem ist man mit einer Solaranlage unabhängig(er) vom Stromnetz und Schwankungen auf dem Energiemarkt. Denn die Sonne ist nicht nur eine emissionsarme und unendliche Ressource, sondern auch eine günstige. Die Sonne stellt im Gegensatz zum Energieversorger keine Rechnung.

Nach der Amortisation lohnt sich die Anlage so richtig!

Im Schnitt amortisiert sich eine Solaranlage nach 10 – 12 Jahren, hat aber eine Lebensdauer von etwa 25 Jahren – somit hat man auch nach der Amortisation noch genügend Zeit, von der Leistung der Anlage zu profitieren und die Sonnenenergie mit gutem und grünen Gewissen zu genießen.

2. Eine PV-Anlage lohnt sich nur bei viel Sonne & Süddach

Die Ausrichtung der Solaranlage sowie die Neigung und der Standort selbst bestimmen, wie viel Energie die Anlage produzieren kann. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Solaranlage nur bei strahlendem Sonnenschein und mit Süd-Ausrichtung Strom produziert. Dabei ist die Ost-West-Seite oft vorteilhafter, weil die Sonne früher und länger auf die Module scheint. Und auch bei diffusem Licht – z.B. bei Nebel, Dunst oder Bewölkung – können die technisch immer besser werdenden Module noch bis zu 22 Prozent Strahlung in elektrische Energie umwandeln. Das sind aber natürlich nur ungefähre Zahlen, denn hier lohnt sich immer ein individueller Blick und der Wirkungsgrad variiert je nach Anlage, Standort, Ausrichtung und Neigung. Übrigens: Mit einem Batteriespeicher kann man seine Solarenergie auch bei schlechteren Wetterverhältnissen oder dann, wenn die Sonne nicht scheint, nutzen.

3. Die Herstellung der Solaranlage verbraucht mehr Energie als sie erzeugt

Natürlich kostet jeder Herstellungsprozess Energie – eine Rechnung des Frauenhofer Instituts hat jedoch gezeigt, dass sich die benötigte Energie für die Produktion marktüblicher monokristalliner Solarmodule nach ca. 1,3 – 2,1 Jahren amortisiert haben. Hier spielen natürlich einige Faktoren rein – aber bei einer ungefähren Lebensdauer eines Moduls von 25 Jahren ist die Energiebilanz schnell ausgeglichen. 

4. Die Feuerwehr löscht Häuser mit Solaranlagen nicht

Wer kennt diese Aussage nicht? Oft wird erzählt, dass die Feuerwehr Häuser mit einer PV-Anlage auf dem Dach wegen der Gefahr eines Stromschlags nicht löscht und stattdessen kontrolliert abbrennen lässt. Das stimmt natürlich nicht – die Feuerwehr weiß in dem Fall genau, was zu tun ist und worauf sie achten muss. Und sie wird versuchen, den Brand ganz normal zu löschen.

5. Für eine Solaranlage muss ein Gewerbe angemeldet werden

Wer eine PV-Anlage betreibt, produziert Strom, den er ins Stromnetz einspeisen kann und erhält dafür eine sogenannte Einspeisevergütung. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass man zum Gewerbetreibenden wird. Hier empfiehlt sich eine Beratung durch eine:n sachkundigen Steuerberater:in.

Viele Irrtümer können widerlegt oder durch Gegenargumente entkräftet werden. Denn die Solaranlage produziert emissionsarm Strom. Sie hilft dabei, unabhängiger zu werden und reduziert Stromkosten und sie ist eine Investition – in die eigene Immobilie und in die Zukunft.

 

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Solaranlagen sind in Kombination mit dem Batteriespeicher der einfachste Weg zum klimafreundlichen Wohnen.

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